pte20150619010 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen

Nach US-Eiszeit: Kuba baut öffentliche WLANs aus

Trotz Senkung der Preise bleibt Internetzugang für Mehrheit Luxusgut


Innenministerium in Havanna: Kuba baut WLAN aus (Foto: pixelio.de, Anne Stahnke)
Innenministerium in Havanna: Kuba baut WLAN aus (Foto: pixelio.de, Anne Stahnke)

Havanna (pte010/19.06.2015/12:10) Kuba http://www.cubagob.cu wagt in Sachen WLAN-Abdeckung einen Vorstoß. Der kommunistische karibische Inselstaat will in den kommenden Wochen 35 Zugangsmöglichkeiten zum mobilen Internet ermöglichen. Dennoch bleibt der Internetzugang für die meisten Bewohner des Landes auch weiter ein Privileg.

Wie die Tageszeitung "Juventud Rebelde" berichtet, wird gleichzeitig der Preis für eine Stunde Web, wie es heißt "signifikant", auf zwei Peso convertible (rund 1,80 Euro) gesenkt. Auch wenn das niedrig erscheint, kann sich die Mehrheit den Service aufgrund des niedrigen Durchschnittseinkommens nicht leisten.

Einwählen für bis zu 100 Nutzer

Die Regierung Kubas hatte öffentliche Internet-Cafés bereits vor zwei Jahren eingerichtet, zudem existiert in Havanna seit wenigen Monaten ein öffentliches Gratis-WLAN. Die Hotspots an öffentlichen Plätzen entstehen an verschiedenen kubanischen Städten. Zwischen 50 und 100 Nutzer sollen sich gleichzeitig einwählen und mit bis zu einem MBit/s surfen können.

Um den von der Führung des Landes angekündigten Service auch nutzen zu können, benötigt der User einen Nauta-Account, dem Internetangebot von Etseca. Nach der jüngsten Annäherung zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten will sich der Inselstaat suxessive modernisieren. Das jetzt ins Leben gerufene Internetangebot steht in diesem Kontext.

(Ende)
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